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begriffe:pfropfung

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   * **Allgemein:** Eine Öffnung durch eine Masse, einen Stöpsel fest verschließen, verstopfen.   * **Allgemein:** Eine Öffnung durch eine Masse, einen Stöpsel fest verschließen, verstopfen.
   * **Heraldik:** Fachterminus der Einpfropfung zur Bezeichnung von Wappen, bei denen mindestens zwei Wappen in einem Bild vereint sind.   * **Heraldik:** Fachterminus der Einpfropfung zur Bezeichnung von Wappen, bei denen mindestens zwei Wappen in einem Bild vereint sind.
-  * **Biologie:** Eine Art der Veredelung von Zier und Nutzgewächsen.+  * **Biologie:** Eine Art der Veredelung von Zierund Nutzgewächsen.
  
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 +|**2008**|Johach, Eva: Krebszelle und Zellenstaat, Freiburg u.a. 2008, S. 212: "Zu der Fülle der Metaphern in Rudolf Virchows Auseinandersetzung mit den Geschwülsten gehört vor allem die botanische Metapher der Inokulation oder Pfropfung. Schon Van Helmont hatte das "Bild des Pfropfreises gebraucht, um das Körperfremde der Geschwulst zu verdeutlichen. Und auch bei ihm tauchte der Vorgang der Inokulation mit einem spezifisch geschlechtliche Index auf: als eine Art Vergewaltigung der Matrix durch einen fremden Krankheitssamen. Zu Virchows Zeit ist der Begriff der Inokulation sowohl für den Befruchtungsvorgang als auch für den pathologischen Ansteckungsvorgang gebräuchlich, besonders aber für die Impfung gegen Infektionskrankheiten. Virchow läßt selbst keinen Zweifel daran, wie berechtigt die Analogie zwischen Befruchtung und Geschwulstbildung ist." "'Inoculation' bedeutet demnach nicht mehr und nicht weniger, als daß eine organische Matrix, d.h. ein wachstumsfähiges 'Muttergewebe' befruchtet wird. Die kann durch natürliche Aktanten - Insekten, Mikroorganismen oder contagiöse Körpersäfte ebenso wie durch künstlich hergestellte Impfstoffe oder die Pipette des menschlichen Aktanten, den Krebsforscher, erfolgen."|
 ==== B. Sekundärmaterial ==== ==== B. Sekundärmaterial ====
 === Begriffsgeschichtliche Arbeiten === === Begriffsgeschichtliche Arbeiten ===
 === Sonstige Literatur === === Sonstige Literatur ===
  
-Johach Eva: Krebszelle und Zellenstaat, Freiburg u.a. 2008, S. 212: 
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-|"Zu der Fülle der Metaphern in Rudolf Virchows Auseinandersetzung mit den Geschwülsten gehört vor allem die botanische Metapher der Inokulation oder Pfropfung. Schon Van Helmont hatte das "Bild des Propfreises gebraucht, um das Körperfremde der Geschwulst zu verdeutlichen. Und auch bei ihm tauchte der Vorgang der Inokulation mit einem spezifisch geschlechtliche Index auf: als eine Art Vergewaltigung der Matrix durch einen fremden Krankheitssamen. Zu Virchows Zeit ist der Begriff der Inokulation sowohl für den Befruchtungsvorgang als auch für den pathologischen Ansteckungsvorgang gebräuchlich, besonders aber für die Impfung gegen Infektionskrankheiten. Virchow läßt selbst keinen Zweifel daran, wie berechtigt die Analogie zwischen Befruchtung und Geschwulstbildung ist." "'Inoculation' bedeutet demnach nicht mehr und nicht weniger, als daß eine organische Matrix, d.h. ein wachstumsfähiges 'Muttergewebe' befruchtet wird. Die kann durch natürliche Aktanten - Insekten, Mikroorganismen oder contagiöse Körpersäfte ebenso wie durch künstlich hergestellte Impfstoffe oder die Pipette des menschlichen Aktanten, den Krebsforscher, erfolgen."| 
  
-  * Wirth, Uwe: Propfen, Impfen, TransplantierenBerlinKadmos, 2010.+  * Wirth, Uwe: Propfen, Impfen, TransplantierenBerlinKadmos, 2010.
  
-  * Wirth, Uwe: Original und Kopie im Spannungsfeld von Iteration und Aufpfropfung. In: Original-Kopie. Hg. von Gisela Fehrmann, Eckhard Schumacher, Erika Linz, und Brigitte Weingart. Köln, 2004S.18-33.+  * Wirth, Uwe: Original und Kopie im Spannungsfeld von Iteration und Aufpfropfung. In: Original-Kopie. Hg. von Gisela Fehrmann, Eckhard Schumacher, Erika Linz, und Brigitte Weingart. Köln, 2004S. 18-33.
  
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begriffe/pfropfung.1375105795.txt.gz · Zuletzt geändert: 2015/12/15 14:36 (Externe Bearbeitung)