Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


begriffe:pfropfung

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
begriffe:pfropfung [2013/07/29 15:51]
heyne [Disziplinäre Begriffe]
begriffe:pfropfung [2017/11/16 14:57] (aktuell)
claus ↷ Seite von pfropfung nach begriffe:pfropfung verschoben
Zeile 21: Zeile 21:
 ==== A. Primärmaterial ==== ==== A. Primärmaterial ====
  
 +
 +
 +
 +|**2008**|Johach, Eva: Krebszelle und Zellenstaat, Freiburg u.a. 2008, S. 212: "Zu der Fülle der Metaphern in Rudolf Virchows Auseinandersetzung mit den Geschwülsten gehört vor allem die botanische Metapher der Inokulation oder Pfropfung. Schon Van Helmont hatte das "Bild des Pfropfreises gebraucht, um das Körperfremde der Geschwulst zu verdeutlichen. Und auch bei ihm tauchte der Vorgang der Inokulation mit einem spezifisch geschlechtliche Index auf: als eine Art Vergewaltigung der Matrix durch einen fremden Krankheitssamen. Zu Virchows Zeit ist der Begriff der Inokulation sowohl für den Befruchtungsvorgang als auch für den pathologischen Ansteckungsvorgang gebräuchlich, besonders aber für die Impfung gegen Infektionskrankheiten. Virchow läßt selbst keinen Zweifel daran, wie berechtigt die Analogie zwischen Befruchtung und Geschwulstbildung ist." "'Inoculation' bedeutet demnach nicht mehr und nicht weniger, als daß eine organische Matrix, d.h. ein wachstumsfähiges 'Muttergewebe' befruchtet wird. Die kann durch natürliche Aktanten - Insekten, Mikroorganismen oder contagiöse Körpersäfte ebenso wie durch künstlich hergestellte Impfstoffe oder die Pipette des menschlichen Aktanten, den Krebsforscher, erfolgen."|
 ==== B. Sekundärmaterial ==== ==== B. Sekundärmaterial ====
 === Begriffsgeschichtliche Arbeiten === === Begriffsgeschichtliche Arbeiten ===
 === Sonstige Literatur === === Sonstige Literatur ===
  
-Johach Eva: Krebszelle und Zellenstaat, Freiburg u.a. 2008, S. 212: 
- 
-|"Zu der Fülle der Metaphern in Rudolf Virchows Auseinandersetzung mit den Geschwülsten gehört vor allem die botanische Metapher der Inokulation oder Pfropfung. Schon Van Helmont hatte das "Bild des Propfreises gebraucht, um das Körperfremde der Geschwulst zu verdeutlichen. Und auch bei ihm tauchte der Vorgang der Inokulation mit einem spezifisch geschlechtliche Index auf: als eine Art Vergewaltigung der Matrix durch einen fremden Krankheitssamen. Zu Virchows Zeit ist der Begriff der Inokulation sowohl für den Befruchtungsvorgang als auch für den pathologischen Ansteckungsvorgang gebräuchlich, besonders aber für die Impfung gegen Infektionskrankheiten. Virchow läßt selbst keinen Zweifel daran, wie berechtigt die Analogie zwischen Befruchtung und Geschwulstbildung ist." "'Inoculation' bedeutet demnach nicht mehr und nicht weniger, als daß eine organische Matrix, d.h. ein wachstumsfähiges 'Muttergewebe' befruchtet wird. Die kann durch natürliche Aktanten - Insekten, Mikroorganismen oder contagiöse Körpersäfte ebenso wie durch künstlich hergestellte Impfstoffe oder die Pipette des menschlichen Aktanten, den Krebsforscher, erfolgen."| 
  
-  * Wirth, Uwe: Propfen, Impfen, TransplantierenBerlinKadmos, 2010.+  * Wirth, Uwe: Propfen, Impfen, TransplantierenBerlinKadmos, 2010.
  
-  * Wirth, Uwe: Original und Kopie im Spannungsfeld von Iteration und Aufpfropfung. In: Original-Kopie. Hg. von Gisela Fehrmann, Eckhard Schumacher, Erika Linz, und Brigitte Weingart. Köln, 2004S.18-33.+  * Wirth, Uwe: Original und Kopie im Spannungsfeld von Iteration und Aufpfropfung. In: Original-Kopie. Hg. von Gisela Fehrmann, Eckhard Schumacher, Erika Linz, und Brigitte Weingart. Köln, 2004S. 18-33.
  
 ---- ----
begriffe/pfropfung.1375105904.txt.gz · Zuletzt geändert: 2015/12/15 14:36 (Externe Bearbeitung)